Onepage-Websites und Responsive Design – der User im Mittelpunkt

Onepage-Website für Pauls Event-Vinothek, Bad Dürkheim

Der Internet verändert sich ständig und zügig. Dennoch hat es recht lang gedauert, bis sich die Techniken so gut an der Anwendungsfreundlichkeit (Usability) orientieren – also am Menschen – wie sie es heute tun. Stellvertretend dafür möchten wir zwei Techniken erklären: Das responsive Design und Onepage-Websites (auch Onepager genannt).

Beispiel-Website (live seit 10/2014): www.pauls-event-vinothek.de

Onepage-Websites / Onepager

Längst noch kein Standard für jeden, aber ein beliebter Trend, sind die sogenannten „Onepager“ – Websites, deren Seiten untereinander „gehängt“ sind, so dass sie praktisch eine lange nach unten laufende Seite bilden, die man durchscrollen kann. Die jeweiligen Seiten – besser Kapitel bzw. Sektionen – erkennt man an den Headlines bzw. an trennenden Bildern. Sie sind in der Regel durch eine Navigation mit Sprungmarken direkt ansteuerbar. Unterseiten können in der Navigation nach wie vor angelegt sein, jedoch sind die Unterseiten natürlich Teil des „Einseiters“. Ein Nachteil wird damit sofort klar: Beim Scrollen kann der normale, unbedarfte User die hierarchische Struktur der Navigation nicht spontan erkennen. Es besteht die Gefahr, sofern es eine ist, dass Unterseiten als Hauptseiten angesehen werden. Komplexe, hierarchisch aufgebaute Navigationsstrukturen sind für Onepager also weniger zu empfehlen.

Dafür bieten Onepager entscheidende Vorteile fürs Marketing. Sie kommen natürlich eher dort zum Einsatz, wo mehr oder weniger gleichberechtigte Seiten aneinandergehängt werden können. Dann bieten sie dem User eine vereinfachte Bedienung. Er wird nicht durch die Navigation abgelenkt, sondern konzentriert sich somit stärker auf die Inhalte. Geschickt konzipiert können Onepager also Geschichten erzählen. Menschen lieben Geschichten, egal ob aus Texten, Bildern oder Filmen.

Das machen sich Marketingfachleute zunutze: Onepage-Websites können den User gezielter zu einer bestimmten Zielseite / Landingpage führen, um mit einer Handlungsempfehlung erfolgreich abzuschließen. Diese wird beim normalen Durchscrollen in jedem Fall sichtbar, während bei normalen Websites eine Landingpage zunächst einen gezielten Klick voraussetzt. Das Ergebnis sind meist wesentlich bessere Konversionsraten – sprich erhöhte Reaktionsraten und somit Erfolge. Hier ein passendes Onepager-Beispiel – eine Event-Location, die das Ziel hat, dass der Users Kontakt mit dem Anbieter aufnimmt: www.pauls-event-vinothek.de

Responsives Design

Beim „responsive design“, wie es im Original heißt handelt es sich um eine auf HTML und CSS (cascading style sheets) basierenden Technik, die eine Website-Darstellung automatisch an das aufrufende Ausgabegerät bzw. Monitorformat anpasst (z.B. Desktop-Monitor, Laptop, Tablet, Smartphones). Der Begriff „responsive“ bedeutet „antwortend“, d.h. das Layout der Website antwortet – sprich reagiert – auf das Gerät und wird optimal angezeigt. Insbesondere bei kleinen Ausgabegeräten wird dies dadurch erreicht, dass Elemente anders angeordnet (untereinander anstatt nebeneinander) und vereinfacht dargestellt werden. Auf weniger wichtige Elemente kann auf Smartphones sogar ganz verzichtet werden.

Responsives Design ist keine Modeerscheinung und sogar mehr als ein Trend – es hat sich zum klaren Standard entwickelt, wird also bei Erstellung eines Online-Auftritts, egal ob privat oder geschäftlich, von jedem Kunden vorausgesetzt. Wer heute noch keinen responsiven Auftritt hat, der nutzt dessen Potential nur unzureichend und ist nicht dringend auf ihn angewiesen. Die Tatsache, dass heute noch die wenigsten bereits bestehenden Websites „responsive“ sind, liegt an der normalen „Trägheit der Umsetzung“ – denn mit einem korrigierenden Eingriff ist es in der Regel nicht getan.